2018 Kreisgruppe Ulm bei der Ausstellungseröffnung „Deutsche in Rumänien“

Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm (DZM) zeigt vom 20. Februar – 27 Mai 2018 die Ausstellung: „Deutsche in Rumänien“ mit dem Untertitel : „Eine Minderheit – Viele Geschichten“.

Die Eröffnung der Ausstellung fand am 19.02.2018 um 19.00 Uhr statt.

Mitglieder der Kreisgruppe Ulm waren bei Ausstellungseröffnung dabei und kamen in siebenbürgischen Tracht.

Die Ausstellung über die Deutschen Minderheiten in Rumänien wurde vom Demokratischen Forum der Deutschen und der Deutschen Botschaft in Rumänien zusammengestellt und 2015 in Rumänien zuerst gezeigt. Jetzt fand diese informative und bildreiche Ausstellung den Weg ins DZM nach Ulm. Iris Mann, die Ulmer Bürgermeisterin für Bildung, Soziales und Kultur und Vorstandsvorsitzende des DZM, begrüßte die sehr zahlreichen Gäste. In ihrer Begrüßung erfuhren die Gäste, dass ihr diese Ausstellung sehr am Herzen liegt. Durch die sehr gute Verbindungen zwischen Ulm und Rumänien und speziell zu den deutschen Minderheiten in Rumänien kam es, dass das DZM diese Ausstellung zeigt.

Gleichzeitig wurde auch die Bilderausstellung des Sathmarschwäbischen Künstlers Georg Haller (1883-1934) eröffnet. Die Tochter und Enkelkinder dieses Künstlers waren auch anwesend. Dies gab der Ausstellungseröffnung eine sehr persönliche Note. Die Feierlichkeiten wurden musikalisch umrahmt von dem Künstler-Duo Esther Kretzinger, Sopran und Georges-Emmauel Schneider, Violine. Mit ihrer exzellenten Darbietung, einer sehr gut gewählten Auswahl an ungarischen Liedern und zeitgenössischer ungarischer Musik begeisterten sie das Publikum und entführten alle in eine Welt, in der Töne plötzlich zu Bildern wurden.

Julian Würtenberger, Ministerialdirektor des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg und Vorsitzender des Stiftungsrates des DZM erfreute die Gäste mit einem kurzen, intensiven Grußwort und würdigte die herausragende Rolle des DZM in der Museumslandschaft Deutschlands. Auch er betonte die guten Verbindungen zwischen Deutschland und Rumänien und würdigte die Rolle der Siebenbürger Sachsen und der anderen deutschen Minderheiten in Rumänien als europäische Vermittler in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Dr. Johann Fernbach, Vorsitzender des Deutschen Demokratischen Forums der Deutschen im Banat richtete auch ein Grußwort an die Gäste. In Rumänien leben zur Zeit noch etwa 40.000 Angehörige deutscher Minderheiten, wobei die Banater Schwaben die größte Gruppe stellen.

Der Museumsdirektor des DZM, Christian Glass, begrüßte die zahlreichen Gäste und begrüßte besonders die Trachtenträger in siebenbürgischer Tracht .

Das DZM pflegt durch seine besondere Museumskultur Aspekte von kultureller Vielfalt und Integration, Heimatverlust und Erinnerungskultur. Die Ausstellung über die deutschen Minderheiten bleibt dieser Museumskultur treu. Auch in dieser Sonderausstellung zeigt das DZM „Mitgenommenes und Zurückgelassenes, als Erinnerung Aufbewahrtes und zum Abschied Geschenktes, leidenschaftlich Gesammeltes und zufällig Erhaltenes“. Die verschlungenen Wege über welche die verschiedene Exponate ins Museum kamen, werden teilweise erläutert. So wird in der Ausstellung auch eine leere Vitrine gezeigt. Sie steht für die vielen Gegenstände, die den Aussiedlern verloren gingen, die aber noch in der Erinnerung der Besitzer geblieben sind.

So passten auch die Trachtenträger in ihrer siebenbürgischen Tracht sehr gut in diesen Rahmen. Viele der anwesenden Gäste interessierten sich sehr für diese Trachten und so waren die Trachtenträger fast auch schon Teil der Ausstellung. Durch die Trachten schufen die Trachtenträger eine lebendige Brücke von den musealen Ausstellungsgegenständen von Deutschen aus Rumänien zum Hier und Jetzt. Für die Trachtenträger selbst war es ein berauschendes Erlebnis in den Trachten ihrer Vorfahren diese einmalige Atmosphäre zu genießen. „Ich spüre eine lebendige Verbindung zur Geschichte unserer Vorfahren“ sagte Claudia Benkö, die damit die Gefühle aller Trachtenträger erfasste.

Diese Ausstellung ist absolut sehenswert. Im Sinne der Museumskultur des DZM werden die Führungen durch die Ausstellung an den Sonntagen 11 + 25. März, 8 + 22. April, 13 + 27 Mai von Rita Siegmund, einer Siebenbürger Sächsin durchgeführt. Wir möchten Ihnen, liebe Leser, diese Ausstellung ans Herz legen! Kommen Sie nach Ulm ins DZM und entdecken Sie einmalige Ausstellungsstücke. Sie werden Bekanntes entdecken und Sie werden einige Ihrer persönlichen Gegenstände mit anderen Augen sehen: als wahre Schätze der eigenen und auch der deutsch-rumänischen Geschichte.

 

Der Vorstand

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